Arbeitsstätte Brno

Die Brünner Arbeitsstätte der gemeinnützigen Gesellschaft Archaia Brno knüpft fließend auf die Tätigkeit der Brünner Arbeitstelle der Prager Bürgervereinigung Archaia an, die 1997 durch die Trennung von dem Institut für Bodendenkmalpflege Brno entstand (Mitarbeiter David Merta, Marek Peška a Rudolf Procházka). Vom Anfang am wurde sie durch ein spezialisiertes Team von Archäologen, event. Archäologiestudenten (neben den oben erwähnten auch Jindřich Beroušek und Peter Kováčik) gebildet, die sich mit mittelalterlicher und städtebäulicher Archologie beschäftigten. Die Arbeitsstelle orientierte sich auf archäologische Rettungsgrabungen in mittelalterlichen Stadtkernen in Mähren, obwohl sie vereinzelt auch Grabungen in Böhmen vornahm (Prag – Hostivař). Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag jedoch immer vor allem in systematischen Rettungsgrabungen auf dem Gebiet Brünns und seiner historischen Vororte. Die Brünner Arbeitstelle der Bürgervereinigung Archaia knüpfte auf die Aktivitäten anderer Institutionen an (Stadtmuseum Brünn, Institut für Bodendenkmalpflege Brünn, Archäologisches Institut der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften), die sich seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts an wichtigen Grabungen auf dem erwähnten Gebiet beteiligten; bis zu ihrer Gründung hatte sich aber keine andere Organisation auf die Erforschung Brünns spezialisiert. Die meisten archäologischen Rettungsgrabungen in den 80er und in der 1. Hälfte der 90er Jahre leitete Rudolf Procházka, der in den Jahren 1997-1999 der erste Leiter der neuentstandenen selbständigen Brünner Arbeitstelle von Archaia war.

Heute stellt die Brünner Arbeitstätte den Pfeiler der ganzen gemeinnützigen Gesellschaft Archaia Brno dar und anhand des Vertrags mit dem Archäologischen Institut der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik ist sie für archäologische Rettungsgrabungen auf dem Gebiet des städtischen Denkmalschutzgebiets Brünn verantwortlich, was in der Praxis bedeutet, daß sie dort sämtliche Rettungsgrabungen durchführt. Weiterhing führt sie auch kleinere archäologische Grabungen in anderen südmährischen Städten und Städtchen durch (Ivančice, Modřice, Oslavany, Podivín, Tišnov, Velká Bíteš usw.). Gegenwärtig orientiert sich die Brünner Arbeitsstelle immer mehr auf die Dokumentation (bauhistorische Erforschung) historischer Bauten in der statutarischen Stadt Brünn. Sämtliche Rettungsgrabungen in Brünn sind dem Studium des Urbanisationsprozesses und der Geschichte mittelalterlichen Brünns unterordnet, das eine der wichtigsten langfristigen Aufgaben des Fachkollektivs der Arbeitstelle darstellt. Dazu ist unumgänglich, womöglich alle Terrain- und Baueingriffe mittels Rettungsgrabungen qualitätsvoll zu dokumentieren.

Seit 1997 arbeitet die Arbeitsstelle intensiv mit dem Referat für technische Netze an dem Magistrat der Stadt Brünn auf dem Projekt der „Sanierung der Brünner Kellerräume“ zusammen, das seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts durchgeführt wird. Die Aufgabe des Projekts ist das Aufsuchen, Ausräumen und Sicherstellen unbekannter unterirdischer Räume (in der Regel Kellerräume). Systematische Sondierungen von Stätten, die sonst kaum erforscht werden könnten, bringt die einzigartige Möglichkeit, archäologische und bauhistorische Situationen im ganzen Stadtkern schrittweise zu dokumentieren. So werden allmählich Informationen über die Bebauung mittelalterlicher Parzellen und öffentlicher Freiplätze ergänzt, die Entwicklung des Terrainreliefs verfolgt, erforschte, unerforschte und vernichtete Flächen identifiziert usw.

Dank systematischen Rettungsgrabungen wurde Brünn zu einer der archäologisch am besten erforschten Städte Europas. Ergebnisse langfristiger Forschungen veränderten grundsätzlich die bisherige Ansicht auf die Anfänge der Stadt, die sich vor allem auf die Auslegung schriftlicher Quellen gestützt hatte. Archäologische Quellen stellen darüber hinaus den einzigen Beleg der Stadtbesiedlung im 12. Jahrhundert dar. Die komplexe Erforschung einzelner Parzellen erbrachte grundsätzliche Erkenntnisse über die Entwicklung der mittelalterlichen Bebauung und ihrer Grundprinzipien, besonders über den Übergang von der nicht gemauerten (holzlehmigen) Architektur zu der gemauerten an der Wende des 13. und 14. Jahrhunderts. Anhand der gewonnenen archäologischen Daten können natürlich zahlreiche Teilthemen studiert werden, z.B. die Entwicklung des Reliefs des besiedelten Raums, die Besiedlungsentwicklung vor der Entstehung der Stadt, die Chronologie der materiellen Kultur von den Anfängen der Stadt bis zur Neuzeit oder das Alltagsleben des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bürgers. Einige Themen werden als Grantprojekte bearbeitet, auf andere spezialisieren sich einzelne Mitarbeiter.

Die Brünner Arbeitstätte ist bemüht, Ergebnisse ihrer Arbeit der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Wir beteiligen uns z.B. an Museumsausstellungen des Stadtmuseums Brünn (Měnín-Tor, Burg Spielberg, Münzmeisterkeller usw.), einige kleinere Ausstellungen machen wir selbst (Neues Rathaus, Ausstellung in dem Münzmeisterkeller usw.). Gemeinsam mit dem Kollektiv der Mitarbeiter des Stadtmuseums beteiligen wir uns an der historischen Enzyklopedie der Stadt Brünn. Wir veranstalten Vorträge (z.B. in Zusammenarbeit mit der Mahen-Bibliothek, der Museums- und Heimatgesellschaft Brünn, der Vereinigung der Hörbehinderten, dem Freizeitzentrum in Lužánky) und bereiten die Herausgabe eines populär-wissenschaftlichen Buches über mittelalterliches Brünn vor.

Cornštejn

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